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Memories of Yesterday 1 : Meat Loaf – Bat out of Hell

Dienstag, November 7th, 2006

Ich werde hier in lockerer Folge ein Paar der Highlights der Rockgeschichte (meine eigene subjektive Einschätzung) erwähnen. Hierbei werde ich beschreiben wie ich erstmals darauf aufmerksam  wurde und was sich daraus entwickelt hat, evtl auch ein paar Bemerkungen/Kritiken zu einzelnen Stücken und, wie im Falle dieser ersten Episode, auch einen aktuellen Bezug.

Nun denn, auf geht’s:

Es begab sich zu einer Zeit als das Fernsehprogramm noch aus 3 Kanälen (+1 sozialistischer Kommödien-Kanal – allerdings beschränkt sich meine Erinnerung hier nur auf die „Flimmerstunde“, den „Kessel Buntes“ und den „schwarzen Kanal“) bestand. Unterhaltungstechnisch war die Lage der Nation eher unspektakulär, aber ein kleiner unbeugsamer Sender im Norden der Republik kämpfte tapfer mit kleinen Sendeformaten gegen den großen Preis der Dalli Dalli Montagsmaler und Spaßversteher an. Bereits in den frühen 70ern begann der Zaubertrank zu wirken und entfaltete als „Beatclub“ seine volle Stärke. Leider zu Früh für mich, denn damals stand ich noch zu sehr unter dem Einfluss von Flipper, Skippy, Hitparade und Co. Den nächsten Schlachtruf folgte ich aber uneingeschränkt: „Musikladen“ 45 Minuten Musik im Stück. Ok, die Mischung war auch etwas exotisch (Telly Savallas, Luv, Boney M) aber es gab halbnackte GoGo Girls (Was ist aus denen eigentlich geworden ?!? )  und es fanden sich auch immer einige neue interessante Künstler, die absolut hörenswert waren. ….. und dort stand Er. Ein echt unansehnlicher, dicker Typ mit Rüschenhemd und Hosenträgern in Begleitung einer zierlichen Sängerin und mit einer echten Rockband hinter sich. „You took the word right out of my mouth“ – Right. Das war der erste Kontakt. Meat Loaf in der Glotze und dann dieser Dampf aus den Lautsprechern. The Who haben 1 Doppel LP für eine Rockoper benötigt. Dieser Typ benötigte nur 3,5 Minuten. Kino für die Ohren. Es war klar das angestaute Taschengeld der letzten Monate hatte eine neue Bestimmung: „Musik-Shop“, lange Straße. Am nächsten Tag nach der Schule war ich dort und, wenn das nicht Prophezeiung ist, die Platte war da. Erstaunlich bei der normalen Sortimentsvielfalt.

Über die Songs brauch ich nicht viel zu sagen. Das ist Rockgeschichte, aber „Bat out of Hell“, „Paradise by the dashboard light“ gehören noch heute zu meinen All-Time Favourites.

Zeitsprung: 93 –  Meat Loaf bei uns in der Provinz – ich werd verückt. Gut „Bat out of hell“ ist schon ne Weile her, aber Er in Gandersheim. – als Vorgruppe von Sweet ?!?. Egal, nichts wie hin. Auch wenn dem Auftritt im Vorfeld natürlich der Modergeruch einer abgehalfterten ewigen „Try to Comeback – Tour“ anhaftete, die Show war Granate. Stimmlich und optisch allerliebste  Sängerinnen, eine Band die auf den Punkt kam und Er in beneidenswerter Laune und Verfassung. Was hat er gerade zu dem Stück angemerkt das ich noch nicht kannte? Muß wohl neu sein. Habe ich richtig verstanden? Das war von der neuen Scheibe an der sie gerade mischen „Bat out of Hell 2“ ???   Wie gesagt: der Rest ist Geschichte.

Zu Halloween ist jetzt „Bat out of Hell 3“ erschienen. Dazu kann ich nur sagen. Hab ich auch schon und dreht auf meinem IPod in jeder freien Minute. Jetzt kann die Geschichte wieder aktiv werden.