Archive for the ‘Geh’ Category

Remembering the good times ….

Mittwoch, November 8th, 2006

Es ist eine Tatsache, dass man sich besser an etwas erinnert, wenn man eine Eselsbrücke hat. Etwas was man mit dem verbindet woran man sich erinnern möchte. Der berühmte Knoten im Taschentuch zum Beispiel. Ich weiß zwar nicht wie das funktionieren soll, bei mir reißt das dämliche Papier immer kaputt. Und wenn das dann doch funktioniert, wie soll man dann da noch aus vollem Herzen  voller Nase reinschnupfen. Außerdem soll man dann das triefende Stück Zellulose irgendwo archivieren um sich dann noch drüber an irgendetwas zu erinnern ? Brrr – Mich erinnert das nur an die Szene aus Ben Hur mit den Leprakranken – Ekelig.

Ich nutze lieber etwas Schönes um Erinnerungen wieder wachzurufen. Bei mir klappt das prima mit Musik. Wenn ich zum Beispiel „Kung Fu Fighting“ von Carl Douglas höre, erinnere ich mich noch ziemlich genau an eine Klassen-Karnevals-Party in der Mensa bei der ich als ulkiger Scheich gewandet das getan habe, was alle dort taten – was war das noch gleich ? Na ja ok. Ein bisschen Training gehört halt dazu.

Egal. Ich werde jetzt jedenfalls immer mal einen Rücksturz in die Zeit initiieren und Charts aus anno dazumal auflisten. Interessant ist das allemal was zu der jeweiligen Zeit angesagt war. Vielleicht kann zu dem einen oder anderen Titel  für jeden eine angenehme Erinnerung rausspringen. Vielleicht stellen wir aber auch fest, dass die Charts der letzten Woche genau die selben Titel enthalten, wie die aus der Vergangenheit. Ist ja eigentlich kein Wunder, da es ja Trend ist alte Songs aufzupäppeln und wieder neu zu verkaufen (Neuer Beat, ein bisschen rhythmisches Gequatsche, Dessous-Luder => Fertig) – Also quasi ein musikalisches Tachozurückdehen für alte Rostlauben. Machen wir ja auch, aber wir sagen ehrlich das das Cover sind.

Nun gut. Hier also der Zeitsprung um 30 Jahre in die Vergangenheit.

Die Deutschen Single Charts vom November 1976 (diesmal ohne weiteren Kommentar. Die Wirkung soll sich eigenständig entfalten ):

1.  Daddy Cool  Boney M. 
2.  Jeans On  David Dundas 
3.  In Zaire  Johnny Wakelin 
4.  Verde  Ricky King 
5.  Dancing Queen  Abba 
6.  Und es war Sommer  Peter Maffay 
7.  Silver Bird  Tina Rainford 
8.  Horoscope  Harpo 
9.  Beautiful Noise  Neil Diamond 
10.  Smile  Pussycat 
11.  I Only Wanna Be With You 
Bay City Rollers 
12.  Dance Little Lady Dance  Tina Charles 
13.  I’ll Meet You At Midnight 
Smokie 
13.  That’s Rock’n’Roll  Shaun Cassidy 
15.  Stiletto Heels  Sailor 
16.  Disco Duck  Rick Dees & His Cast Of Idiots 
17.  Frei – das heißt allein  Roland Kaiser
17.  Don’t Go Breaking My Heart 
Elton John & Kiki Dee 
19.  Money Money Money  Abba 
20.  Sommer in der Stadt  Wolfgang Petry 
21.  Lost Angels  Sweet 
22.  Die kleine Kneipe  Peter Alexander 
23.  Satin Sheets  Bellamy Brothers 
23.  Kiss And Say Goodbye  Manhattans 
25.  Spring über deinen Schatten, Tommy  Frank Farian 
25.  Aber bitte mit Sahne  Udo Jürgens 

   Geklaut Gecovert von http://www.springbock.de/fun/musik/charts/

Memories of Yesterday 1 : Meat Loaf – Bat out of Hell

Dienstag, November 7th, 2006

Ich werde hier in lockerer Folge ein Paar der Highlights der Rockgeschichte (meine eigene subjektive Einschätzung) erwähnen. Hierbei werde ich beschreiben wie ich erstmals darauf aufmerksam  wurde und was sich daraus entwickelt hat, evtl auch ein paar Bemerkungen/Kritiken zu einzelnen Stücken und, wie im Falle dieser ersten Episode, auch einen aktuellen Bezug.

Nun denn, auf geht’s:

Es begab sich zu einer Zeit als das Fernsehprogramm noch aus 3 Kanälen (+1 sozialistischer Kommödien-Kanal – allerdings beschränkt sich meine Erinnerung hier nur auf die „Flimmerstunde“, den „Kessel Buntes“ und den „schwarzen Kanal“) bestand. Unterhaltungstechnisch war die Lage der Nation eher unspektakulär, aber ein kleiner unbeugsamer Sender im Norden der Republik kämpfte tapfer mit kleinen Sendeformaten gegen den großen Preis der Dalli Dalli Montagsmaler und Spaßversteher an. Bereits in den frühen 70ern begann der Zaubertrank zu wirken und entfaltete als „Beatclub“ seine volle Stärke. Leider zu Früh für mich, denn damals stand ich noch zu sehr unter dem Einfluss von Flipper, Skippy, Hitparade und Co. Den nächsten Schlachtruf folgte ich aber uneingeschränkt: „Musikladen“ 45 Minuten Musik im Stück. Ok, die Mischung war auch etwas exotisch (Telly Savallas, Luv, Boney M) aber es gab halbnackte GoGo Girls (Was ist aus denen eigentlich geworden ?!? )  und es fanden sich auch immer einige neue interessante Künstler, die absolut hörenswert waren. ….. und dort stand Er. Ein echt unansehnlicher, dicker Typ mit Rüschenhemd und Hosenträgern in Begleitung einer zierlichen Sängerin und mit einer echten Rockband hinter sich. „You took the word right out of my mouth“ – Right. Das war der erste Kontakt. Meat Loaf in der Glotze und dann dieser Dampf aus den Lautsprechern. The Who haben 1 Doppel LP für eine Rockoper benötigt. Dieser Typ benötigte nur 3,5 Minuten. Kino für die Ohren. Es war klar das angestaute Taschengeld der letzten Monate hatte eine neue Bestimmung: „Musik-Shop“, lange Straße. Am nächsten Tag nach der Schule war ich dort und, wenn das nicht Prophezeiung ist, die Platte war da. Erstaunlich bei der normalen Sortimentsvielfalt.

Über die Songs brauch ich nicht viel zu sagen. Das ist Rockgeschichte, aber „Bat out of Hell“, „Paradise by the dashboard light“ gehören noch heute zu meinen All-Time Favourites.

Zeitsprung: 93 –  Meat Loaf bei uns in der Provinz – ich werd verückt. Gut „Bat out of hell“ ist schon ne Weile her, aber Er in Gandersheim. – als Vorgruppe von Sweet ?!?. Egal, nichts wie hin. Auch wenn dem Auftritt im Vorfeld natürlich der Modergeruch einer abgehalfterten ewigen „Try to Comeback – Tour“ anhaftete, die Show war Granate. Stimmlich und optisch allerliebste  Sängerinnen, eine Band die auf den Punkt kam und Er in beneidenswerter Laune und Verfassung. Was hat er gerade zu dem Stück angemerkt das ich noch nicht kannte? Muß wohl neu sein. Habe ich richtig verstanden? Das war von der neuen Scheibe an der sie gerade mischen „Bat out of Hell 2“ ???   Wie gesagt: der Rest ist Geschichte.

Zu Halloween ist jetzt „Bat out of Hell 3“ erschienen. Dazu kann ich nur sagen. Hab ich auch schon und dreht auf meinem IPod in jeder freien Minute. Jetzt kann die Geschichte wieder aktiv werden.

  

Sachen gibt’s

Donnerstag, Oktober 26th, 2006

Servus, bzw. Grüß Gott aus Österreich,

ich habe soeben im Autoradio gehört, das es eine Agentur gibt die dann aktiv wird, wenn man sich von seinen derzeitigen Lebensabschnittgefährten trennen möchte, sich aber nicht traut es ihm oder ihr zu sagen. Für 19,95 € übernimmt die Trennungsagentur.com diesen Job. Wenn man knapp 50 € investiert wird der anvisierte Delinquent auch persönich von einem Agenturmitarbeiter kontaktiert. Das ist die Luxusversion gegen schlechte Gewissen oder so.

Wer braucht denn sowas ?!?.

Ich stelle mir gerade ein großes Büro vor, wo die Angestellten der Agentur im Halbkreis um ein Telefon sitzen und einem Auftraggeber lauschen, der Ihnen eine neue geheime Misson übermittelt  „Ich will Gabi nicht mehr, hier ist die Kohle – bitte nicht zurückrufen ich habe alle meine Telefonnummern ausgetauscht. Gleiches gilt für meine Adresse.“  Könnte die ultra-hippe, trendy neue Version von „3 Engel für Charlies Tanten“ werden.

Das Peinlichste: Ich habe gehofft das war eine Idee aus Österreich – nein !!! Die Agentur kommt aus Deutschland 🙁