The early tapes – Teil 3

Part 3. Die Höhle des Löwen : Im Studio

Da ich wie erwähnt nicht konnte, hat der Rest der Gang die Basic-tracks ohne mein Geplärre aufgenommen. Wie ich hörte nahezu alle 4 Tracks in einem Stück. Mit entsprechender Nachtschicht, weil, das dauert natürlich.

Mucker, ohne Limit, nachts in geschlossenen Räumen und sie hatten auch noch,  wie sie bestätigten, tierischen Spaß dabei ?!?  Na, da möchte ich die Aufnahmen lieber nicht hören. Man kennt das noch vom Krautrock anno 1970. 1 Stück 36 Minuten davon 35,3 Minuten Solo aller Instrumente gleichzeitig – Na klasse.

So, so, das Studio ist prima und Olli (der Mann der Regler und Hausherr) ist auch gut drauf. Heureka, da ist ein Studiofreak der die 4 auch noch angestachelt hat mit Effekten zu spielen. Also, Amon Düül meets Dieter Bohlen. Mal sehn bei wem diesmal die Aufnahmen zwecks Nachbearbeitung im Nirwana verschwinden.

Sonntag ist der nächste Stichtag. Diesmal habe ich auch Zeit. Ist mir immer noch peinlich trotz guter Planung den letzten Termin geschmissen zu haben – Ich kann mir darum aber auch kein Gemeckere an den Aufnahmen erlauben – also Ohren zu und durch.

Treffen an vereinbartem Ort. Wo soll denn hier ein Studio sein ? Die anderen kommen auch, außer Ralf. Die Drums waren gleich beim ersten Duchgang im Kasten. Hä?  Entweder ist das die erste Bestätigung meiner Theorie oder die erste Session war nicht eine ausufernde Party sondern tatsächlich konzentrierte Arbeit ?  Allerdings Gösta ist auch nicht da – der hatte einen schweren Tag am vergangenen Samstag Abend ;-). Hat der vielleicht doch schon die Flinte ins  Korn geschmissen?

So, wo ist jetzt das Studio ? Hier rein und dann 256 Treppen hoch? Eine Bergwertung ?  Hier ist doch gar nichts! Ist doch alles leer! Oh – hier in diesem Stockwerk ist tatsächlich noch was. Die ersten Muckerutensilien (Verstärker, Mikroständer, Palmen,…) und dann in der letzten Etage direkt hineingebeamt in die Kommandozentrale der Enterprise.

Alles da, Riesen-Mischpult, jede Menge Effekte-Zeugs, Amps, Mikros, Sofas und eine Kaffee-Maschine. Rocker’s Paradise. Macht alles einen super Eindruck.

Claus gibt den Sightseeing Guide: Hier wurden also die Takes aufgenommen – Aha, hier stand das Drum welches mit einer Million von Mikros bestückt wurde. Der zugehörende Soundcheck hat Stunden gedauert. Ich fühle mit. Hier stehen die Gitarren Boxen: Ein Raum so groß wie eine Telefonzelle und schall-isoliert. Nur ein Mikro steht einsam und verlassen davor und erwartet tapfer Input.  Moment – wir sind 2 Etagen unter dem Studio wo der Amp steht. Welch Segen sind doch lange Kabel. Oben wird der Amp auf 10 (oder 12 oder 19) gedreht und Unten tönt die Box im vollen Marshall, Peavey, Fender, Was-auch immer- Sound – aber halt im obersten Stock nicht zu vernehmen – außer man lässt das einsame Mikro seine Arbeit tun. Das geht direkt ins Mischpult. Endlich dürfen die Gitarrenmänner auch mal das Gefühl des Vollanschlags beim Volume-Poti erleben ohne den donnernden Zorn aller Anwesenden.

Oben ist, na klar das Studio himself, Toilette und ein kleiner Raum mit Mikro. Ich ahne schon, das ist mein Kabuff. Da soll ich loslegen. Also vom Studio bin ich absolut angetan. Mehr als das – man fühlt sich gleich rundum Zuhause. Und der Meister von’s Janze scheint auch sehr nett zu sein. Selbst Mucker, aber keiner von dieser selbstgefälligen Art die man häufig trifft, die die Hobby-Mucker mitleidig und von ganz oben herab behandeln. Nein, das absolute  Gegenteil. A nice Guy und absolut bemüht für die Band die Aufnahmen optimal zu gestalten.

Rainer und Olli waren während meiner Sightseeingtour bereits die ganze Zeit dabei die nächsten Schritte zu besprechen.

  • Basis-take alle Stücke incl Drums   –   ok
  • Gitarren „Eye“   –   ok
  • Vocals alle Stücke   –   heute
  • Gitarren „Stranger“, „Sharona“   –   heute
  • Bass alle Stücke   –   Späterer Termin
  • Gitarren „I want ..“   –   Späterer Termin
  • Final Mix alle Stücke   –   Spätere Termine

Soweit, so gut. Jetzt war die Zeit reif. Die Stunde der Wahrheit. Mach mal „Eye“ an so weit wie wir sind. Das muß schließlich auf den Sampler. Ich zog schon mal instinktiv die Schulterblätter zusammen und den Kopf ein. Und dann kam das:


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