The early tapes – Teil 6

Part 6  Dr.Music – Wenn Beethoven doch nur Hören könnte

Nachdem der Claus seinen Part erfolgreich durchgezogen hatte war die Pflicht getan und Rainer konnte zur Kür schreiten. „Ich hab da mal was vorbereitet“. Sprach’s und orderte gleich 2 dutzend Spuren für Gitarren. Wir nahmen schon an, dass er jede Saite einzeln auf eine Spur legen wollte, aber nein – weit gefehlt. Erst mal 2 Spuren Rhythmus zum warm machen. So’ne andere Stimme zu dem was Claus gespielt hat. Das natürlich auch wieder doppelt, wegen der Fülle und so. So jetzt dort und dort, da und noch mal da ein kleines Lick als Würze, so wie der Blackmoore das bestimmt auch gerne gemacht hätte. Ach, da kann auch noch was hin. Aber nicht so laut, das soll nicht so dominant sein, nur so ein kleiner Farbtupfer am Rande.Nachdem McGyver dann die Farbpalette wieder zur Seite gelegt hat, ging es an die gesangsfreien Teile :

Intro: Mist, das muss beim Einspielen genau zum Timing des  Stückes passen. Dummerweise kein Drum das den Takt vorgibt. Ob man Recht hat oder nicht sagt Dir nicht das Licht, sondern der verspätete Einsatz der Band.

Also Gut:        Versuch 1. – Nochmal.

                      Versuch 2. – Schon prima, aber noch nicht ganz

                      Versuch 3. – Fast

                      Versuch 4. – Passt scho’ – Den Rest machen wir beim Mischen

Solo Mitte : Ist eigentlich keins drin, sondern nur ein prägnanter Rhythmus-Teil, aber auch da hat unser Wicky eine Idee.  Gesprochen und ausgeführt in einem Take.

Solo Ende : Hier ist der Meister noch ein wenig unschlüssig ob der Architektur der Töne die am Ende des Opus ertönen solle. Also, der Part kommt in eine Endlosschleife und Rainer improvisiert Runde für Runde. Alle Ergebnisse werden mitgeschnitten und am Ende steht die Qual der Wahl. Auch hier war wieder real praktizierte Demokratie hilfreich bei der Entscheidung. Wie schon bei der Auswahl der Stücke war schnell der beste Take gewählt. Harmonie in höchster Vollendung. Es hatte wohl doch geholfen, das der Bohnenkaffee am Morgen durch Kaffee Hag ersetzt wurde.

So oder ähnlich lief das auch für den Rest der Stücke ab, wobei dort mehr oder weniger Spuren eingesetzt wurden.

Jetzt musste Gösta nur noch den Bass einspielen. Der einsame Wolf hatte sich extra einen speziellen Termin geben lassen um einmal so richtig seinem kleinen Gustav (so nennt er sein Instrument) die Flagoletten (die Königsdisziplin) zu entlocken. Kein Wunder das er dabei allein sein wollte. Da ich der Wahrheit, und nichts als der Wahrheit verpflichtet bin, kann ich demnach auch nichts Detaillierteres über diesen Akt der Vollendung berichten – aber mal ehrlich, wer wollte bei so was schon dabei sein !!!!

Klappe zu – Affe tot. Die Aufnahmen sind getan. Im Mixer ist schon Alles. Jetzt muss nur noch gerührt und/oder geschüttelt werden. 

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