Oh du fröhliche – oder : der Kampf um Geld-Mittel-Erde

Die Wolken verdüstern sich, die Tage werden kürzer und die Quecksilbersäule zeigt 20 Grad plus. Ein untrügliches Zeichen. Es kommt die Weihnachtszeit und mit ihr die Ruhe und Besinnlichkeit die nun einmal angebracht scheint, wenn demnächst  wieder die rituelle Geschenkeverteil und –umtausch-Aktion seinen Höhepunkt erreicht. Kinderaugen strahlen, oder sehen zumindest so aus, wenn die tiefen, roten Augenränder, die die an Spielekonsolen durchkämpften Nächte dokumentieren, im Kerzenschein leuchten  . Ein Duft von Zimt, Apfel, Absinth und anderen süßlichen, nicht näher identifizierbaren Gerüchen durchstreift die geschmückten Wohnungen. Eine dezente Illuminierung der Wohnungen und Gärten umschmeichelt den Betrachten mit den herrlichsten Farben. Sanftes Rosa, beruhigendes Umbra, erhabenes Neon Grün, und ein unmerklich, aber permanent, auf- und abblendendes Ensemble aus Lila, Schlüpfer-Gelb, und  Kack-Braun veranlasst unweigerlich zum Träumen .

Geschenke. Immer wird gegen Mitte des Jahres gesagt: Dieses Jahr schenken wir uns nichts. Abgemacht – Gute Idee. Aber ehrlich, wer wirft den ersten Stein. Ich nicht. Ich stehe nicht mit leeren Händen da wenn es heißt: Guck mal für Dich. – Ein Teufelskreis. Na ja, Gott sei Dank hat man ja Nikolaus zu Testen was passiert wenn es nichts gibt. – jedenfalls theoretisch. Also : Kreativ sein oder der Werbung folgen? Hat mal jemand mitgezählt wie viel Parfüm-Werbung zur Zeit in einem durchschnittlichen Werbeblock läuft ? Bestimmt  11 von 10. Soll das heißen das der heiße Trend dieses Jahr bei Weihnachtsgeschenken Parfüm ist. Im Gegensatz zu letzten Jahr wo es, glaube ich Parfüm war. Davor kann ich mich nicht mehr erinnern – Ich werde halt auch nicht jünger. Nein. Ich glaube ich kaufe gegen den Trend : Parfüm.  Man(n) will sich ja nicht nachsagen lassen man sein nicht einfallsreich.

So, das Problem wäre gelöst. Also auf zum Weihnachtsmarkt. Es ist schließlich schon November und die Auslagen in den Supermärkten haben ein ja schon seid 3 Monaten heißgemacht auf Glühwein und Bratwurst. Rein ins Getümmel. Dieses Jahr kühlt der Glühwein ja nicht so schnell runter, da die Außentemperatur nur 2 Grad unter der des leckeren Getränks liegt. Ist auch viel besser für die Energiebilanz bei der Herstellung. Anstatt teure Energie zur Erhitzung zu verbraten, braucht man das Tetrapack nur kurz aus dem Kühlschrank nehmen ein bischen Reibung und die Außentemperatur tun den Rest. Das freut mein grünes Gewissen – da trinke ich doch beruhigt einen Liter mehr.

„Ach ja – Schön ist die Weihnachtszeit – und nächstes Jahr feiere ich garantiert irgendwo weit weg in einem arabischen Land“ – Oder haben die dort etwa auch so was ?

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