Advent – … when the smoke is going down 1

Dezember der 3te, Sternenzeit 1 nach der Großen Eruption. Logbuch der General-kommandantur, Eintrag 0815. Wir befinden uns im gefühlsfreien Raum fernab jedweder Zivilisation und umkreisen 3 tief purpurfarbende Monde im Sternenzeichen des Alka Setzer. Das Schiff und die Mannschaft treiben zufrieden durch die Weiten des Rock und Roll Universums  trotz unserer Schädel, die so groß sind wie Planeten die nie ein Mensch je zuvor betreten hat. Die Schlacht war geschlagen und alle Kampf-Spuren waren so weit es ging beseitigt. Keine größeren Ausfälle zu verzeichnen nur einen treuer Kameraden mussten wie kopflos auf dem Schlachtfeld zurücklassen – aber dazu später.

Sonntag minus 3 : Trainingslager

„Jungs – Ihr wisst was auf uns zukommt. Ich will das sich Jeder am Riemen reißt und Alles gibt ! Nur wenn  jeder Einzelne über sich hinaus wächst haben wir eventuell eine Chance das zu überleben“. Drill-Sergeant Gösta!  wusste uns zu motivieren. Er war sich der Gefahr wohl bewusst in der wir uns befanden und musste deshalb noch mehr als sonst das Training vorantreiben. „Los ran an die Geräte, Ihr faulen Säcke, Ich will was hören !!!“  „Jawoll, Sir Drill-Sergeant, Sir“ kam es wie aus einem Mund, aber das war es nicht was er hören wollte. „Und.., Männer ?!?“  Er sah uns auffordernd an und schließlich begriffen wir „Prost, und hau weg die Kacke“ – „Jawoll, so wird das was! Und wenn Ihr fertig seid wollen wir nachher noch ein bisschen Musik machen !!!“  Ja. Ja er hat schon ein gutes Herz und er weiß auch, das wir nach dem harten Training brauchen.

Nach der Pflicht nun die Kür. Es galt die Parole, nur die Sachen üben die noch nicht so klappen. Wir fangen von Vorne an und spielen die Stücke wo noch Probleme sind, den Rest lassen wir weg. „Entertain.. „ müssen wir probieren wegen dem neuen Intro. „Walking…“ geht gleich in den Anschluss. Die 2 Stücke sind quasi 1. „Juke Box ..“ ist halbwegs neu, muss noch mal aufgefrischt werden …. Moment mal wir spielen ja fast das ganze Programm.  Ralf drückt auf die Tube und setzt den Rotstift an. Das – Nö, Das – Nö, Das – … usw. Letztendlich haben wir im Schweinsgalopp dann doch noch unsere Problemzonen identifiziert und durchgespielt. Alles läuft letztendlich auf einen Punkt hin den Alle schon insgeheim befürchtet haben. Panik macht sich breit und dann passiert es tatsächlich. „Goodbye“ „Oh Gott“ höre ich Claus sagen und Rainer sagt “Kommt Jungs, da müssen wir durch. Es hilft Nichts“  Was Weihwasser für den Teufel, Fleckenentferner für einen Original Picasso, oder alkoholfreies Bier für Gösta sind, das ist ein Pop Song für eine Rockband : Ein Martyrium. An dieser Stelle hört man Ralf immer sagen „… und das schwule Entertain you muss auch raus!“ Harte Männer bei der Arbeit, da fliegen die Fetzen. Aber wenn das Lied dann läuft werden die harten Kerls ganz sanft und gehen in sich. Zumindest sieht es so aus wenn sie verzweifelt versuchen sich die Noten und die Abläufe in das Gedächtnis zu rufen.

So, auch das ist geschehen und jetzt heißt es die Anlage für den Transport in die Schlacht vorzubereiten. Ich weiß nicht warum die Anderen sich so anstellen. Ich habe damit keine Probleme . Ich nehme mein Mikro. Packe es in den Koffer und fertig – Ready to go. So geht das – Also hört auf zu jammern Ihr Memmen. Nehmt Euch ein Beispiel an mir.

Morgen geht’s weiter um 13:30 bei Gösta : Uhrenvergleich und Zapfenstreich.      

 

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